Türkische Autoren erzählen die jüngste Geschichte dieser alten Stadt auf der Schnittstelle zweier Kontinente, zweier Kulturen. Istanbul ist neben Rom und Athen eine der ältesten Städte Europas, die jedoch als einzige im Laufe ihrer spektakulären Geschichte immer wieder den Namen und damit ihre Identität wechselte: Byzanz, Konstantinopel, Istanbul. Zur Entdeckung der einzigartigen Topographie und Kultur der türkischen Metropole laden diese Texte ein.
Orhan Pamuk erzählt melancholisch-nachdenklich vom Leben in Istanbul um die Mitte des 20. Jahrhunderts im alten Europäer- und modernen Szeneviertel Beyoglu, Ahmet Hamdi Tanpınar beobachtet mit uns den Blaubarschfang am Bosporus, Ilhan Berk entführt in die malerisch-morbiden Gassen von Galata. Klassiker wie Yasar Kemal, Aziz Nesin, Sait Faik, Orhan Veli und Nazim Hikmet kommen neben jüngeren Autoren wie Murathan Mungan, Elif Shafak, Roni Margulies und der Band Baba Zula zu Wort. Sehr schöne Sammlung.