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Egede, Hans

Description et histoire naturelle du Groenland, 1763.

C. & A. Philibert, Kopenhagen u. Genf 1763 Artikelnummer: 10618

Sehr seltene erste französische Ausgabe der berühmten frühen Beschreibung Grönlands durch den dänischen Missionar und Bischof Hans Egede (1686-1758).

Sofort lieferbar.
Antiquarisch
2 Bl., XXVIII Seiten, 2 Bl., 171 Seiten mit 1 gestochenen Faltkarte u. 10 gestochenen Falttafeln. Kl.-8°. Hübscher Lederband der Zeit mit 2 Rückenschildern.
Einband fleckig u. etwas berieben, Ecken bestoßen. Rücken geplatzt. Oberes Kapital mit kleiner Fehlstelle. Etwas gebräunt, teils gering stockfleckig. Innen beide Gelenke u. teils Buchblock locker. Trotz der Mängel hübsche Ausgabe.
 
Sehr seltene erste französische Ausgabe der berühmten frühen Beschreibung Grönlands durch den dänischen Missionar und Bischof Hans Egede (1686-1758).
Hans Egede war evangelischer Pfarrer auf den Lofoten im Norden Norwegens, als er von Grönland, dem sagenhaften grünen Land im Norden hörte, das von den Wikingern besiedelt worden war, zu dem der Kontakt aber seit langem abgebrochen sei. In der Vermutung, die ursprünglich christlichen Siedler seien wieder vom Glauben abgefallen, beschloss er, dieses Land zu suchen und zu missionieren. 1721 brach er nach Grönland auf und landete an der Westküste. Er fand jedoch keine Wikinger mehr vor, dafür Inuit. Egede lernte ihre Sprache, untersuchte die Struktur der Sprache und übersetzte wesentliche christliche Inhalte ins Grönländische, nicht ohne Phantasie. So war die Passage im Vaterunser 'unser tägliches Brot gib uns heute' für die Inuit völlig unverständlich, sie kannten kein Brot. Egede fand eine Lösung: Im grönländischen Vaterunser hieß es dann "unseren täglichen Seehund gib uns heute". Egede gründete die erste Kolonie und nannte sie Godthåb - die heutige Hauptstadt Nuuk. Er ließ seinen Sohn biblische Geschichten zeichnen, kümmerte sich um Kranke und bekehrte die ersten Inuit zum Christentum.
Egede wurde zum "Nationalheiligen" Grönlands, zum "Apostel der Grönländer", der Ort Egedesminde (Erinnerungsstätte für Egede) ist nach ihm benannt. Egedesminde wurde 1759 von Niels Egede, dem zweiten Sohn Hans Egedes, auf der Halbinsel Eqalussuit gegründet und 1763 auf die Insel Aasiaat verlegt, einen historischen Platz, der schon 2500 v. Chr. von Inuit besiedelt war.
Das vorliegende Werk, erstmals 1738-1741 auf Dänisch erschienen, ist eine der frühesten und damit wichtigsten Schriften über Grönland und die Grönländer und beschreibt detailliert Natur und Umwelt, Lebensumstände, Gebräuche und Sitten der Inuit. Die schönen Tafeln zeigen Pflanzen, Fische, Seehunde, Wal- und Seehundjagd, Zelte u. Iglus, Bräuche und Kleidung.
Sehr selten.